Wenn nicht jetzt wann dann ?!

Reisen , Segeln und mehr;

nicht zu Hause klucken sondern in der Welt umgucken

Meine Geschichte zum Segeln,

oder wie ich in meinem Alter zum Segeln kam,
und dann noch mit so`nem „Flitzer“
— um mit den Worten meiner Segelkameraden zu sprechen —

Meine Vorgeschichte

Beinereits als kleiner Junge von ca. 10 Jahren, reizte mich das Wasser, ich wollte schon immer mit einem Boot segeln.
Mit meinem damaligen Freund und Schulkameraden, überlegten wir, wie wir unseren Traum verwirklichten können, den Traum vom Segeln, dahin schweben über’s Wasser.
Erste Überlegungen,wir fertigten eine Liste an
1.ein Boot, das wa das geringste Problem, in meinem damaligen Domnizil (einem Kinderheim am See), gab es einen alten „Rettungskahn“ Modell: Rettungskahn von einem Kanalschlepper – schwer wie die Hölle aber Unsinkbar.
2.ein Segel, da war guter Rat teuer, nach längerer Recherche bekamen schenkte uns ein ansässiger Verein ein altes ausgelutschtes Segeltuch, welches dort nur in einer Ecke herumgammelte.
3.ein Segelmast, oh je, das wars wohl mit dem Segeln, woher nehmen und nicht….
die folgenden Tage verbrachte ich mit der Suche nach einem geeignetem Mast.
Tatsächlich wurde ich fündig, (auf der anderen Seeseite) gab es so einige Baumaßnahmen, damals wo noch Baumstämme für Rüstungen verwendet wurden. Ich schaute mir diese einmal genauer an und fandheraus, das so etwas sehr gut geeignet wäre.
Das Problem war der Transport, ausserdem wie komme ich an dieses Himmlische Geschenk ohne das es auffällt.
Wie kommt dieser aussergwöhnliche „Mast“  auf die andere Seeseite?
Einige Tage später passte war es soweirt, das Wetter passte, mit dem Ruderkahn begaben sich mein Freund bei Dunkelheit auf die andere Seeseite um unser Himmlisches Geschenk abzuholen.
Wir schwitzten Blut und Wasser, hofften das uns keiner gesehen hat, tatsächlich gelang es uns unseren „Heissgeliebten“ „Mast“ zu sichern.
Ein paar Tage später, bauten wir unser „Segelboot“ zusammen. Jetzt fehlte nur der notwendige kräftige Wind. Auch das passte am Tag darauf, wir ruderten zunächst auf die Mitte vom See´s, aus dem Windschatten des Ufers, um dann schnell das Segel zu setzten und ab ging die Post, es war einfach ein herrliches gefühl.
Nebenbei gesagt, wir hatten kein Schwert, keine Pinne am Boot nur unsere „Paddel“ und trieben eher hoffnungslos dem Ufer entgegen.
Aber welch ein Glücksgefühl. Von nun an waren wir angefixt fürs Segeln. Einige Zeit später trat ich in die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) ein, die hatten leider nur wenig mit Segeln am Hut, hier war hauptsächlich rudern angesagt.
Nun ja, aber totz allem mein Traum blieb.
Jahre später …

Jahre später

Es vergingen viele Jahre, ich beendete die 10. Klasse und begann eine Ausbildung, in diesem Zuge musste ich meine bisherige Heimatstadt Müllrose verlassen. Ich blieb aber mit meiner alten Heimatstadt  in Kontakt, da meine damaligen Freunde und Schulfreunde meine Familie waren.
An den Wochenenden war ich gut mobil, ich hatte mir mittlerweile einen Untersatz geleistet -ein Moped Modell „Star“-.
Mir wurde nicht langweilig, ich lernte Gitarre spielen, schloss mich einer Band an, wir spielten in den umliegenden Dörfern um  Buckow (Märkische Schweiz), zum Tanz auf, was mir recht viel Freude bereitete.
In meiner alten Heimat Müllrose traf ich mich immer wieder mit alten Freunden die ebefalls „herum klimperten“ aber im stillen Kämmerlein zu Hause.
Motiviert durch meine Erfahrungen aus meiner Zeit in der Band  in Buckow, schlug ich Ihnen vor, das wir auch eine Band gründen um zum Tanz aufzuspielen.
Allerdings mussten wir vorher eine „Einstufungsprüfung“ ablegen das war die einzige Voraussetzung in der damaligen DDR.
Dazu mussten wir zunächst auf die Musikschule um diese „Einstufung“ zu erhalten. Es klappte auch tatsächlich, (ganz nebenbei gesagt: der zuständige Musiklehrer dort tat uns ein wenig leid im nachhinein, ich glaube er war immer froh, wenn wir wieder weg waren.) Das gute, wir bestanden alle die notwendigen Prüfungen.

Von nun an kümmerte ich mich intensiv darum „Auftritte“ in den umliegenden Dörfern/Gaststätten zu bekommen. Wir nutzten jede Gelegenheit um vor Leuten zu spielen, egal ob es regnete oder bei Eis und Schnee. So vergingen wiederum einige Jahre ohne Segelboot, hier ich lernte meine jetzige Frau kennen, sie war die Schwester von unserem Sänger und Gitarristen. Sie fuhr immer mit zu den Auftritten, wie all den anderen Freundinnen unsere Bandmitgieder auch.
1974 heirateten wir tatsächlich, wir waren beide begeisterte Surfer -wenn schon kein Segelboot-. Später legten wir uns kurzzeitig einen „Piraten“ zu. Als sich unere Familie vergrößerte war das Surfbrett was blieb, unsere Kinder nutzen es vielseitig. Wir fuhren mit dem Trabbi, später mit ´nem Wartburg zu Segelevents und zum Campen mit unseren Kindern.
Die Kinder wurden größer, wir gingen beide in 3-Schichten arbeiten und sahen uns nur am Wochenende oder beim Schichtwechsel, meine Schwiegereltern, bei den wir damals wohnten betreuten Stundenweise unsere Kinder. Sie waren eine riesen große Hilfe für uns, dadurch durften wir wenigsten einige Stunden nach der Schicht schlafen bevor es wieder los ging.
Nun schlief auch das Surfen langsam ein, ich machte mich später selbstständig und hatte dadurch noch weniger Freizeit.
Es vergingen die Jahre nun ohne „Segel, ohne Boot“…

So geht es weiter

Mittlerweile stehen unsere drei Kinder auf stehen haben ein guten Job, haben Ihre eingene kleine Familie und wir haben drei klasse Enkelsöhne.
Ab und zu treffen wir uns zu Wochenunternehmen Unternehmungen zB. -Campen-, zu Geburtstagen, oder einfach mal so.
Meine Frau und ich sind mittlerweile in Rente, haben es auch nicht wahr haben wollen, aber „Rentner haben niemals Zeit“.
Mit der Zustimmung meiner Frau, legte ich mir eine schnittige kleine Freundin zu, eine „englische Lady“  sie heisst „RS Aero“ und wiegt nur 35 kg.
Im Internet hiess es, sie ist leicht und einfach zu händeln, sie passt mit dem Gewicht locker auf ein PKW-Dach, das fand ich Super. Nun übte ich sehr oft auf unserem See um mit Ihr „eins“ zu werden, wie man so schön sagt.
Ich wusste nicht, dass sie sich wehrt mit mir zu kooperieren, sie war zu beginn sehr störrisch,
sie verpasste mir dermassen viele blaue Flecken das ich mir vor kam wie ein geprügelter Hund.
Mittlerweile kann ich gut mit Ihr umgehen und sie hört viel besser auf mich. Aber bis dahin war es ein langer Lernprozess.

Nach einem 1/2 Jahr der fast täglichen Übungen, entschloss ich mich an einem Segelkurs mit diese Jolle teil zu nehmen. Da  mir leider meine Segelkameraden aus meinem Club hier in Müllrose nicht viel weiter helfen konnten.
Ich machte mich auf die Suche nach Kursen- Deutschlandweit-  der zu dieser Zeit am nächst liegende ware in Dortmund, der speziell auf dieses Boot-RS Aero- ausgerichtet war.
Der Familienrat tagte, (meine Frau und ich) sollte ich es wagen bis Dortmund das war ja nicht grad um die Ecke.
Also entschlossen wir uns mit dem Boot gemeinsam dorthin zu fahren, es war gleichzeitig auch ein kleiner Urlaub nach langer zeit für uns. Es war der Beginn einer schönen Zeit ohne das wir es vorher ahnten, der richtige Schritt um nicht zu Hause zu sitzen und um unsere restliche Lebenszeit sinnvol und interessant zu gestalten.

Gleich nach den ersten Trainingsstunden in Sundern an der Sorpe auf dem dortigen Stausee, musste ich meine erste Regatta mitfahren.Ich wurde also sprichwörtlich ins Wasser geworfen. Seither kenne ich sehr viele Seen, da ich seither an allen möglichen Regatten in Deutschland teilnahm, um meine den Umgang und die Fertigkeiten mit dem Boot zu verbessern.
Mittlerweile nahm ich bereits einigen Landesmeisterschaften, Nationalen- und Internationalen Regatten in Deutschland, Italien Frankreich und England Teil.
Bisher sind wir fahren jedes Jahr zu Landesmeisterschaften Deutschlandweit,wir waren in Tutzingen am Starnberger See, dem Sorpesee, in Hamburg auf der Alster, in Lübeck-Travemünde, in Rostock-Warnemünde, auf dem Mügggelsee, Wannsee, Steinhudermeer, Dümmersee, Langener Waldsee, auf der Müritz, in Biblis, zu Events nach Berlin- Tegel und Wannsee und vielen nicht erwähnten Seen.
Wir waren mehrmals in Italien am Lago Maggiore und am Gardasee, zur Europameisterschaften in England – Weymouth,  und 2024 in Frankreich in Carnac.

Mal schauen was uns die kommenden Jahre noch bringen werdem, hoffen das wir noch lange gesund bleiben und noch viel unternehmen können.

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